Tag: essay

Spasmus der Gewalt.

Ich sitze mit Freund_innen in einer Bar, weil ich die Körper anderer Menschen, auch wenn ich sie gut kenne, nicht gendern will. Wir diskutieren über ein Bier alles, was uns in den Weg kommt. Diese Zeilen würden in einem Tagebuch und nicht auf einem Blog…

Queere Poesie. Der Aufstand der Zeichen.

  Mittlerweile ist queere Kulturproduktion, zumindest in Großstädten, definitiv in Berlin, ihre eigene Art von Pop geworden. Queer verkommt dann zu nicht mehr als einem Marketinglabel. Ausgestellt für Kulturproduktion, die irgendwie halt nicht heteronormativ ist. Auch wenn kulturelle Produktion entlohnt werden muss, weil sie Arbeit…

Die letzten fünf Minuten

Jemand hat mich gefragt, was ich in den letzten fünf Minuten meines Lebens machen würde. Meine spontane Antwort, mit einem Rotwein in der Hand, war: Drogen und Sex. Mein zweiter Gedanke war: meditieren. Aber will ich wirklich in meinen eigenen Tod hinein meditieren? Will ich…

Der Glitch in der Platte.

Auch wenn ich immer wieder in großen Medien Interviews mit Intellektuellen lese, die mir erzählen wollen, dass der Kapitalismus sich gerade zu einer besseren Gesellschaft transformiert, in meinem Alltag aber trotzdem Geld gegen alles und zu viel eintauschbar ist, oder mir jemand an den Kopf…

Kleine Philosophie der Klammer

Es gibt Abschnitte im Leben, und es gibt Klammern. Gefährten können in einen Lebensabschnitt fallen, man kann Phasen entlang von außen bestimmten Faktoren festmachen (die Schulzeit, die Ausbildung, ein Kleidungsstil, Musikgeschmack), aber Klammern verhalten sich anders als der Rest der Zeit. Sie sind die Ausnahme…

Fehler im Quellcode: Schwuler Misogynismus

Auch wenn ich nicht den ersten Stein werfen würde, ohne Sünde ist ja keiner, halte ich mich eigentlich für eine reflektierte und diskriminierungssterile Person, was meine Kommunikationsfähigkeiten angeht. Trotzdem: als schwuler Mann bin ich auf einer seltsamen Position gegenüber Frauen. Ohne es zu wollen, denke ich…