Category: pop

Poetischer Pop

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Dillon ein neues Album herausbringen würde. Der Pop-Liebling der Berliner Musikszene legt mit „Kind“ ihr drittes Album vor. Am letzten Donnerstag spielte sie sich im Silent Green für ihre kommende Tour warm. Wer hört eigentlich Dillon? fragte…

Homoerotische Comebacks

Mit den 00er Jahren endete nicht nur die Zeit von Britney Spears, sondern auch die Zeit von elektronischen Pop-Ikonen wie Fischerspooner und Fever Ray. Vielleicht lag es an meinem Alter, vielleicht doch auch an der Musik, aber Fever Ray ging immer. Fischerspooner war für mich…

Alter, Kokosöl mein Arsch!

Letztens meinte eine Freundin zu mir: “Alter, Kokosöl ist der Shit, das kannst du dir überall hinschmieren!” – und weil ich auf meine Freunde höre, habe ich das natürlich getestet. Meine kokosenthusiastische Freundin hatte auch schon das erste Anwendungsbeispiel parat: frisch gestochen Tattoos kann man…

Dating nach Checkliste

Mein Horoskop schlug mir letztens vor die Welt mit offenen Augen zu betrachten und, wenn ich jemanden kennenlerne, die Checkliste mal stecken zu lassen. Kann das bitte jeden Tag in meinem Horoskop stehen? Blieb jedenfalls hängen, das mit der Checkliste. Einmal im Kopf, stellt sich…

Konzert: Hercules & Love Affair

Wie viele queere Bands gibt es eigentlich, die sich über die letzten zehn Jahre gehalten haben? Genau. Da kommt es zupass, dass Hercules & Love Affair eigentlich auch gar keine richtige Band ist, sondern ein fluides Konstrukt, das außer dem Head of Hercules Andy Butler,…

Wiedergänger aus dem Telefonbuch

So aus astrologischer heißt es der Vollmond sei eher eine Zeit der Einkehr und Besinnung. Weil der Mond voll ist, sind auch die Emotionen voll. Kein Platz für Neues. Ziemlich volle Bude, im Kopf und im Herzen. Die einen schlafen schlecht, die anderen haben das…

Und alle so: igitt, Männerfüße.

Ist die globale Erwärmung vielleicht eine Erfindung von Birkenstock? Oder eine Marketingmaßnahme von Teva? Jedenfalls hat sich in den Jahren, in denen jeder Monat der durchschnittlich wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war, ein Trend abgezeichnet. Männer “dürfen” jetzt, ohne von der Stilpolizei angemacht zu werden,…

Die letzten fünf Minuten

Jemand hat mich gefragt, was ich in den letzten fünf Minuten meines Lebens machen würde. Meine spontane Antwort, mit einem Rotwein in der Hand, war: Drogen und Sex. Mein zweiter Gedanke war: meditieren. Aber will ich wirklich in meinen eigenen Tod hinein meditieren? Will ich…

Der Exotismus unserer Nährwerte.

Wer sich bewusst ernähren möchte, der hat es nicht leicht. Die industrielle Nahrung nimmt einen Großteil der Supermarkt-Regale ein. Ihre Inhaltsstoffe sind schwer zu identifizieren und welche Antibiotika das Tier, dessen Teile da in Plastik in der Kühltheke liegen, zu sich nehmen musste, kann man…

Powerfood ist kein Empowerment.

Eine alte Schulfreundin von mir (die Art von Freundin, die man selten sieht, aber mit der man rege in Messenger-Kontakt steht), hat mir in den letzten Wochen Rezepte für Energy-Balls und selbst gemachte Riegel geschickt. Ihre riesige Bibliothek an veganen Rezeptbüchern und ihre Schatzkiste an…

GOODIE: Brooklyn Soap Company

Kommt nicht oft vor, dass ich mich dazu hinreißen lasse, einen Produkttest zu schreiben. Beim Angebot die Beard Bag von Brooklyn Soap Company zu testen, juckten mir die Schnurrhaare aber vor Neugierde. Und bei einem Haushalt mit zwei Bärten gab es gleich zwei kritische Meinungen,…

Alltagsästhetik: Das virtuelle Casino

Casinos sind nicht nur Orte, an denen man dem Glücksspiel frönt. Sie sind wie ein Biotop mit Gravitation, sie haben eine Aura, sie umweht eine ganze Ästhetik. Eine Ästhetik, die mit einem Versprechen einhergeht, das so unwirklich scheint, aber trotzdem im Raum hängt wie ein…

Alltagsästhetik: virtuelles Einkaufen

“We are S-H-O-P-P-I-N-G, we’re shopping” heißt es in einem Song der Pet Shop Boys aus den späten 80ern. “It’s a sin” will man dransetzen, aber das klingt gleich wieder nach Marketingsprech. In den letzten 30 Jahren hat sich die Tätigkeit, die man auch auf Deutsch…

Rezension: Du, der Saisonarbeiter.

Heike Geißler spricht Sie direkt an. Also eigentlich mich, damit den Rezensenten, aber auch Sie, den geneigten Leser, damit uns, die wir uns über dieses Buch beugen, das wir unter Umständen da gekauft haben, wo es Heike Geißler aus finanzieller Not hinverschlagen hat. Wir könnten…