Category: kultur

Leere Straßen.

Morning, keep the streets empty for me. (Fever Ray) Ich bin schon ziemlich lange in dieser Stadt. Hier habe ich die prägenden Jahre meines erwachsenen Lebens verbracht. Die Straßen sind gepflastert mit Tretminen aus Erinnerungen. In diesem Restaurant habe ich mit einem Ex-Freund gegessen, dort…

Spasmus der Gewalt.

Ich sitze mit Freund_innen in einer Bar, weil ich die Körper anderer Menschen, auch wenn ich sie gut kenne, nicht gendern will. Wir diskutieren über ein Bier alles, was uns in den Weg kommt. Diese Zeilen würden in einem Tagebuch und nicht auf einem Blog…

Eine Ballade für Außenseiter

Moonlight erzählt in einem wunderschönen Ton die Geschichte von Chiron. Die Erzählung erstreckt sich, wie ein fragmentierter Bildungsroman, über drei Lebensabschnitte hinweg. Kindheit – Cut – Jugendlicher – Cut – junger Erwachsener. Intensive Bilder wechseln sich mit intelligenten Dialogen so ab, dass weder die Bildsprache…

Poly Questions.

They say you can make someone fall in love with anybody asking them 36 questions and looking into their eyes for 4 minutes. This was conduced in an experiment, which I couldn’t read, because the PDF wouldn’t load. All I have to offer is a…

Queere Poesie. Der Aufstand der Zeichen.

  Mittlerweile ist queere Kulturproduktion, zumindest in Großstädten, definitiv in Berlin, ihre eigene Art von Pop geworden. Queer verkommt dann zu nicht mehr als einem Marketinglabel. Ausgestellt für Kulturproduktion, die irgendwie halt nicht heteronormativ ist. Auch wenn kulturelle Produktion entlohnt werden muss, weil sie Arbeit…

Digitale Coolness. Der Charme der GIFs.

Coolness ist ein schwieriges Wort. Coolness versucht eine Grenze zu ziehen, zwischen den Wissenden und den Unwissenden, zwischen jenen, die dabei sind und denen, die eben nicht dabei sind. Nachdem durch den Hipster und die Debatte um ihn der letzte coole Rest der Coolness endgültig…

Atonal: Line-Up + Mix von CoH

Muss man das Atonal noch ankündigen? Das Festival, das seit 2013 wieder neu-aufgelegt im Kraftwerk stattfindet, gehört definitiv zu den audio-visuellen Highlights des Sommers, wenn nicht sogar des Jahres. Nach nur zwei Editionen in der neuen Location ist das Atonal schon ein Event, das man…

Deutschland: Keine Isla Bonita.

Endlich verstehe ich die Tante, die einen Feinkostladen in ihrem Keller eröffnete, dafür sogar ihr Haus umbauen ließ. Ich verstehe, warum sie sich die 90er hindurch durch einen Volkshochschulkurs für Italienisch gepaukt hat. Ich verstehe warum Goethe weg musste, um sich inspirieren zu lassen, weit…

Wieder/endlich/mehr Lyrik.

Gegenwartslyrik hatte für mich immer etwas… irgendwie Halbgares, Unverständliches und Nöliges und, klar, Prätentiöses an sich. Wenn ich auf Lesungen war, dann mit den anderen Klassenbesten aus der ganzen BRD, die sich auf sich und ihr Können einen runterholten, Leute in meinem Bekanntenkreis gründeten Lyrikkollektive…