Release: VIMANA – RUKMA VIMANA

Vimana, das sollen fliegende Objekte oder Tempel gewesen sein. Vehikel der Götter, die in alten Sanskritschriften vorkommen. Was für ein passender Name für das frisch geschlüpfte Technolabel. Wer jetzt ambientige Cuts und Flächen sucht, der wird leider enttäuscht.

Spirituelle Reisen sind keine cleane Angelegenheit. Folgerichtet enfaltetTechno auf dieser Platte seine schamanistische Seite: A1 marschiert sofort ins Land der dreckigen Drums und will das du mitkommst (oder fliegst). Hardwax hat der Platte unrecht getan, wenn sie sagen, das hier wäre „stomping techno“. Unrecht haben sie nicht, aber Vimana kann mehr (hey, hauptsache bei Hardwax im Katalog, wa.). Der Sexappeal dieser Industrial-Stücke liegt darin, wie unnachgiebig Vimanas Vision nach vorne prescht. Hier geht’s nicht um Space, sondern um knallharte Konfrontation. Nichts ist weit weg, alles konkret, alles in your face. Wer hätte Gedacht, dass Industrial so spirtuell sein kann?

Auf B2 gehen die Ausgrabungen weiter: staubtrockene Basslines verführen in einen Tempel von noch unbekannten Göttern. Alles ziemlich hart am eskalieren hier.

B2 fadet meditativ und enigmatisch aus, mehr eine Skizze, als ein Track, aber dafür haben die anderen beiden schon gut vorgelegt. Im Hinduismus heißt es, dass Shivas Tanz soll das Universum aufrecht erhalten – hoffentlich tanzt Shiva zu dieser Platte. Sirenentechno, wie er überzeugt und in höhere Wahrnehmungen schickt.

Artist: Vimana

Release: Rukma Vimana
Tracklist:
A1 - Untitled
B1 - Untitled
B2 - Untitled (Rat Temple)
Auf Vimana

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