τέχνη // techne.

Svenja Trierscheid war so fasziniert von der körperlichen Kunstfertigkeit kontemporärer Tänzer, dass sie ihnen gleich eine Video-Studie gewidmet hat. Der griechische Begriff techne, der wie so viele Fremdwörter schön auf der Meta-Ebene bleibt und sich mit Können, Kunst und Handwerk übersetzen lässt, verbindet auf der einen Seite das Talent der Tänzer – zugleich sind es aber technischen Raffinessen des Videos, die die Musik, den Schnitt und die Bewegungen der Tänzer zu einer wunderschönen Erzählung verflechten.

 

Die Entstehung des Videos, abgesehen vom Können, hing auch von vielen Zufällen ab. “Ich weiß nicht, ob du das schreiben willst, aber ich hab die beiden männlichen Tänzer zufällig per Tinder gefunden.” Hector Plaza und Luis Muñoz, zufällig in Berlin und von Svenja auf Tinder entdeckt, sitzen nebeneinander, als sie die beiden unabhängig voneinander anschreibt. Beide sagen zu. Laura Reuss kannte sie bereits – die Menschen waren da, die Hommage in der Mache. Als Nebenprodukt entstanden mit der Analogkamera Stills, die mit sanfter Körnung den kleinen Streit zwischen verhangenen Wolken und weichem Licht festhalten. Alle Bilder findest du, wenn du auf das Bild klickst:

Svenja Trierscheid

 

Eine Stunde Footage auf knapp 3 Minuten reduziert: ein kleines Gesamtkunstwerk. Der kleine Skatepark am südlichen Rand des Tempelhofer Feld und der graue Berliner Himmel bilden die Leinwand für das einfühlsame Portrait. Ein visueller Essay mit schönen Menschen, die zeigen, wozu unsere Körper fähig sind.

Svenja Trierscheid ist Designer, Fotografin und Köchin in Berlin.

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