Der Coming-Out-Button

Als ich mich geoutet habe, musste ich das noch persönlich tun. Immer und immer wieder. Chloe Zeegen erzählt in ihren Geschichten von einem Coming-Out per Facebook, aber den Status musste sie noch selbst schreiben.

Jetzt gibt es http://www.heyfriendsiamgay.com/ – in oszellinerenden Pastellfarben wartet da ein Button darauf, der persönlichen Facebook-Jüngerschar formvollendet zu verkünden, dass man schwul ist. Sieht dann so aus:

Bildschirmfoto 2014-01-14 um 10.52.40

Wenn Mutti also auch auf Facebook ist, muss man es nicht mehr wie Margaret Cho regeln, sondern kann im Rundumschlag einfach allen klar machen, was (Privat?)-Sache ist.

Der Link wurde heute von Grateful Grapefruit verbreitet und stammt sure.is als Reaktion auf die Debatte um das kürzliche Fußball-Coming-Out. Ein smarter, durchdesignter Kommentar zu einer gesellschaftlichen Debatte, die zeigt wie bigott und stock-konservativ die Diskurse hierzulande noch immer rattern. Chapeau. Um es mit Margaret Chos Mutter zu sagen: Are you gaaay?

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