DILF: Passt auf eure Männer auf!

Wenn die Prenzlauer Berg-Muttchen gemütlich an ihrem Latte schlürfen (kein Artikel konnte ihnen das bisher madig machen, das Klischee bleibt bittere Wahrheit) oder vegane Geburtstags-Picknicks im Park organisieren, kann man schon ziemlich das Kotzen kriegen.
Leider sind auch ihre Kinder nicht besser, die beim Yoga die Wiese verstopfen, die sonst von süßen, spielenden Hunden bevölkert wird, die man jetzt anleinen muss, weil das Ordnungsamt sonst Knöllchen verteilt. Der bundesdeutsche Nachwuchs hat Vorrang vor den Hunden und ihren Besitzern, die sich im Gegensatz zu den Eltern jeden Tag, bei Wind und Wetter, durch den Park kämpfen müssen.
Ja, denkt man sich, vielleicht ist der Prenzlauer Berg doch zu dem schwäbischen Dorf geworden, vor dem die Muttchen damals weggelaufen sind um ein bisschen Freiheit zu schnüffeln. Jetzt finden sie Work-Life-Balance in der Elternzeit auf ihren New Balance-Sneakern und Joggen sich mit den Kinderwägen die Waden krampfig.

Ist es wirklich so schwer, dem Prenzlauer Berg etwas Positives abzugewinnen?

Nein. Es gibt einen Teil der überfruchtbaren Bevölkerung, den man gut heißen kann. Oder gut heiß finden.

Der DILF.

Das urban dictionary sagt dazu:

„extremely good looking dad who probably has a huge dick and I would like to have sex with over and over again“

Der Dad I‘d Like to Fuck. In der Sonne stolziert er über den Spielplatz und zeigt seine tättowierten Arme. Er tänzelt dem Fußball auf der Wiese hinterher, um ihn dem Nachwuchs wieder zuzupassen. Er radelt mit seinem hippen Bike durch den Bötzowkiez. Er füttert seine genetische Fortsetzung mit veganem Eis am Kollwitzplatz.

Auch wenn er in sexueller Verwirrung vielleicht eine dieser New-Balance-Schicksen geschwängert hat, Potenz hat er bereits bewiesen. Beschützerinstinkt und Bindungsangst: erstmal fehl am Platz.

Vielleicht liegt da ja noch mehr im Argen. Vielleicht hat er all die Jahre in der west-deutschen Provinz dieses Kitzeln in der Hose gespürt, wenn er andere Jungs gesehen hat. Hat ihn Berlin die hippe Machoness durchgezogen, wie sie in letzter Zeit in Mitte aufkommt. Aber es besteht Hoffnung für alle, die aus einem DILF einem DIF (Dad I fucked) machen wollen. Wer so oft im Park abhängt, kommt bestimmt auf lustige Gedanken.

„Schatz, ich glaube der Noah-Justus hat seinen Ball im Park verloren. Ich fahr besser nochmal mit dem Rad zurück und schau nach.“

Und jetzt sitzt sie zu Hause, die Mutti, füttert den Nachwuchs, der sie nicht glücklich macht, hofft darauf, dass ihr Mann zurück kommt, der nach dem Ball sucht.

Und den Ball hat er gefunden, obwohl es dunkel ist, hat ihn im Mund, lutscht daran. Genüsslich.

Mütter, passt auf eure Männer auf. Im Park kann man auch cruisen!

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